Velotour im Ardèche vom Gite L'Etoile (Gästehaus/Gasthof) aus La Bastide-Puylaurent, St. Laurent les Bains (Thermalkur), Col du Chap del Bosc, Loubaresse, Champussac, Beaumont und Montselgues.

 

Velotour durch Tanargue-Region und Berge von Ardèche (Montagnes ardechoises)
114 km

Das Tal der Borne hat es mir angetan und so will ich heute dort starten und auch die letzten Kilometer dort fahren. Also: nach dem ausgiebigen Frühstück rauf aufs Rad, auf der D 906 Richtung Süden einen halben Kilometer und dann gehtes gleich auf die D 573, die mich in angenehmem auf und ab Richtung St. Laurent les bains führt. Eine ideale Strecke um eine richtig gute Tour einzuläuten. Nach dem kleinen Kurort geht es auf der D 4 erst einmal steil bergab um dann genauso steil wieder anzusteigen. Von ca. 500 Meter rauf auf den Col du Chap del Bosc, der immerhin stolze 1169 Meter zählt, .da freuen sich die Insekten, die sich an meinem salzigen Schweiß laben. Ich werde sie im kleinsten Gang natürlich fast nicht los.

VéloAuf dem Col geht es links ab auf die D 403, der Tacho zeigt gerade mal 24 Kilometer, gefühlsmäßig habe ich schon 50 hinter mir. Dafür geht es jetzt fast eben weiter, die Straße (Route du Tanargue) ist dick mit Rollsplitt eingedeckt, ein Grausen für Motorradfahrer, mit dem Fahrrad geht es gerade so. Nach acht Kilometern durch Pinienwälder mit zahlreichen Pilzsuchern erreicht man die D 24. Hier entscheide ich mich dafür, eine etwas längere Tour zu machen, zumal mich die Abfahrt nach Valgorge lockt. Also links abgebogen, großen Gang eingelegt und ab die Post. Atemberaubende Ausblicke und eine märchenhafte Abfahrt belohnen für die Mühe des Aufstiegs.

Kurz vor Champussac fällt die nächste Spontanentscheidung: Warum nicht mal eine kleine Kommunalstraße ausprobieren? Die C 4 lockt mit einem Aufstieg nach Beaumont. Der Aufstieg ist nicht mal so brutal wie ich mir vorgestellt habe, der Ort Beaumont macht seinem Namen alle Ehre, ein wahrhaft schöner Anblick. Ich sauge die Luft ein, die jetzt in der Mittagshitze den Geschmack der Pinien in meine Nase trägt, der Anblick von Olivenbäumen komplettiert mein Gefühl, im Süden angekommen zu sein.

ArdècheWeiter geht es auf der C 4, wer rechts fährt kriegt ein Lob von der Polizei, wer links fährt genießt den Ausblick in die immer enger werdende Schlucht und merkt gar nicht, wie er wieder Höhe gewinnt. Nach Grimaldes kommt mir ein LKW mit stinkenden Bremsen entgegen, da wird mir klar, dass jetzt noch mal ein Anstieg kommt, der es in sich hat. MontselguesSo ist es dann auch! Mit hängender Zunge komme ich auf der D 4 an, schon wieder auf einer Höhe von über 900 Metern. Es geht rechts ab, weitere sechs Kilometer auf dieser gut ausgebauten Straße, doch dann lockt noch ein kleines Abenteuer.

Montselgues auf 1100 Metern mit einer tierischen Abfahrt ins Tal der Borne, das könnte man sich doch noch geben, oder? Die Leidensfähigkeit eines Radsportlers ist doch unendlich! Also fahre ich rüber nach Montselgues, ab dort fällt ein schreckliches Sträßchen namens D 304 ins Tal und ich strapaziere die bremsen, weiche Äpfeln, Steinen und den Hinterlassenschaften der Kühe und Schafe aus und erreiche Gott sei Dank unbeschadet das Tal.

Da liegt er, einer der schönsten Stauseen, die ich kenne, schlank schmiegt er sich ins Tal, gesäumt von Felsen, Bäumen und Schafweiden. Es wäre eine Sünde, hier nicht zu verweilen. Die Pause tut natürlich gut, denn es sind immerhin noch 14 Kilometer bis La Bastide-Puylaurent. Doch in der Vorfreude auf das Abendessen von Philippe sind auch diese letzten Kilometer zu meistern. Fazit: 114 Kilometer überwiegend auf kleinen Straßen, es sind mir heute keine hundert Autos begegnet, ist das nicht toll ?

Gasthof L'Etoile (Gasthof zum Stern) zwischen Lozere, Ardeche und den Cevennen im Südfrankreich

Das ehemalige Sommerferienhotel der Zwanziger Jahre mit am Fluss Allier gelegenen Park trägt den hübschen Namen Gasthof L'Etoile und dient heute als gemütliche Herberge. Es befindet sich in La Bastide-Puylaurent inmitten der für Südfrankreich typischen Berge; zwischen der Regionen Lozere, Ardeche und den Cevennen. Auch die Fernwanderwege GR7, GR70 Stevensonweg, GR72, GR700 Regordaneweg (St Gilles), Cevenol, Roujanel, Montagne Ardechoise, Margeride und der Schluchtenweg entlang dem Fluss Allier. Ideal für einen entspannten Urlaub.